Willkommen zu einem weiteren „Fuck Yes – it’s Restday“ Newsletter, der einzige Newsletter, der auf deinen Frühstücks-Bagel niest und sich nicht mal dafür entschuldigt. Ab jetzt schicken wir dir jeden Sonntag eine zum Nachdenken anregende Idee, die dich zu einem „potenziell“ noch besseren, sportlicheren und glücklicheren CSC’ler machen kann. Neben dem Lesevergnügen erhälst du vor allem eins…zusätzliche Arbeit – klingt fair, oder?! Diese Woche sprechen wir über: Warum du deine Ziele überbewertest!

Warum du deine Ziele überbewertest – Stell dir folgendes Szenario vor. Es ist Neujahr – lass uns für den Moment einfach mal davon ausgehen, dass du beschlossen hast, unglaublich reich zu werden! Vielleicht hast du es satt jeden Tag gefrorene Tiefkühlbaguettes zu essen. Oder du träumst schon lange davon das Haus deiner Nachbarn zu kaufen – um es abzureißen – damit du endlich deine Terrasse und den Garten so ausbauen kannst, wie du es dir schon immer vorgestellt hast. Oder vielleicht hat dich dein Lieblingsinfluencer kürzlich auf Instagram inspiriert und du möchtest nun ebenfalls auf einer riesigen Schildkröte, in tropische Sonnenuntergänge reiten, während du genüsslich Piña Coladas schlürfst.
Was auch immer dein Grund sein mag – deiner Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. Neujahr ist immerhin nur einmal im Jahr und du bist felsenfest entschlossen, dass dein NEUES ICH, ein Ferrari-fahrender, Champagner-schlürfender, Bikini-Pool-Party-veranstaltender Millionär sein wird. Also gehen wir‘s an – Zeit für die Umsetzung!
Du startest und machst deine ersten 100€.

Ok, großartig, jetzt versuchst du mit der gleichen Taktik 1.000€ zu verdienen. Fuck…das war schon ziemlich anstrengend, aber hey – Aufgeben ist keine Option „no pain no gain“ lautet die Devise – also Arschbacken zusammenkneifen und weiter geht’s, nächster Halt 10.000€.
Schließlich erreichst du auch das! Allerdings sind in der Zwischenzeit ganze drei Jahre vergangen, du hattest ganze 2 ½-mal einen Burnout und der bloße Gedanke, an die ganze Arbeit die noch vor dir steht, bis du 100.000€ auf deinem Bankkonto hast, lässt dich ernsthaft darüber nachdenken, dein Hab und Gut aufzugeben und in ein buddhistisches Kloster auszuwandern, um dort als Vollzeit Mönch anzuheuern.

Jetzt sagst du dir „Scheiß drauf – dass Leben ist viel zu kurz für diese Quälerei!“ und kaufst dir daraufhin einen funkelnagelneuen 60 Zoll Flat Screen…was ein geiles Teil…schau mal, er hat sogar eine 3D Funktion, der Wahnsinn!! Ahhhhh…das fühlt sich schon um einiges angenehmer an. Die Träume vom wilden Schildkrötenritt in den rosaroten Sonnenuntergang verblassen immer mehr – inklusive dem Großteil deiner Ersparnisse.
So oder so ähnlich würden es die meisten Menschen angehen. Und Tatsache ist – die meisten Menschen sind auch nicht reich. In der Tat ist genau das Gegenteil der Fall!
Sofern du nicht zufällig ein paar Bücher zum Thema Vermögensaufbau gelesen hast download putty , hier die Herangehensweise von Menschen, die tatsächlich reich geworden sind:
Du startest und verdienst deine ersten 100€.

Du investierst 100€ in Fähigkeiten, Weiterbildungen und Vermögenswerte, die dir letztendlich 1.000€ einbringen.
Du investierst 1000 € in Fähigkeiten, Weiterbildungen und Vermögenswerte, die dir letztendlich 10.000 € einbringen.
Du investierst 10.000€ in Fähigkeiten, Weiterbildungen und Vermögenswerte, die dir letztendlich 100.000 € einbringen.
Und dann investierst du 100.000 € so lange weiter, bis du wie ein richtig cooler Gangster auf deiner eigenen Yacht den Gangnam Style rauf und runter tanzen kannst.
Dies sind zwei gänzlich verschiedene Denkansätze, um Wohlstand aufzubauen. Menschen, die arm oder bürgerlich bleiben, sehen Geld als etwas, das ausgegeben wird („Ausgabe-Mentalität“). Menschen, die reich werden, sehen Geld als etwas, das investiert wird („Investment-Mentalität“).

Doch warum erzähle ich dir schon wieder so eine Story? Was hat das jetzt mit deinem Ziel „die weltweit größte Tupper-Party Allerzeiten an den Start zu bringen“ zu tun? Na weil es das gleiche Prinzip ist, dass auch für das Erreichen aller deiner Lebenszielen gilt. Es ist sogar genau das gleiche Konzept.
Ziele vs. Gewohnheiten – Aufgepasst…jetzt wird’s spannend. Nehmen wir zum Beispiel mal den klischeehaftesten und universellsten Neujahrsvorsatz der Allgemeinbevölkerung genauer unter die Lupe: „Ich will 10 Kilo abnehmen, um für den Sommer möglichst sexy auszusehen“. Ich denke, beinahe jeder hatte diese schicksalhafte Eingebung des Übernatürlichen, zumindest ein Mal in seinem Leben. In den meisten Fällen läuft es sogar nach einem ähnlichen Schema ab. In der Regel erholst dich am 1. Januar von deinem Silvester Hangover, meldest dich am 2. Januar motiviert im Fitnessstudio an, zwingst dich in den nächsten Wochen 5 bis 6 mal hinzugehen – meist aus Reue – da du so verdammt viel Geld dafür ausgegeben hast und du das nagende Gefühl nicht mehr los wirst, dass du wenigstens ein paar Mal auf der Bildfläche erscheinen solltest, wenigstens, um dieses nervige Gefühl im Keim zu ersticken. Du hast anfangs absolut keinen Plan was du da überhaupt machen sollst. Und mein Gott, sieh dir die ganzen dünnen, verschwitzten Menschen an. Wow…jetzt fühle ich mich richtig faul – einen Moment – kann dieses verflixte Laufband auch irgendwie langsamer laufen?! Ich bin müde…ich will einen Burger…Mhhhmm oder vielleicht Kinder Buenos. ODER – vielleicht einen Kinder Bueno-Burger. Genug für Heute, schnell in die Umkleide bevor es zu voll wird. Zeitsprung – wir schreiben das Jahr 2020, es ist der 1. Februar und du bist wieder mit deinem extra weichen XXL Sofa verschmolzen, schaust deine Lieblings Serie in Dauerschleife und fragst dich, wie um Himmels Willen kann es sein, dass alle meine Kleidungsstücke zur selben Zeit schrumpfen. Liiiiiiiebling…wer hat meine Klamotten geschrumpft?!
Die Probleme, die Menschen vom Erreichen ihrer Ziele abhalten, insbesondere auch von Neujahrsvorsätzen – 23% geben bereits nach den ersten 7 Tagen auf – sind heutzutage wissenschaftlich bereits gut dokumentiert.

Wir neigen dazu, uns zu sehr auf unsere Willenskraft zu verlassen, anstatt den Fokus auf den Aufbau förderlicher Gewohnheiten zu richten. Einfach ausgedrückt: Wir wollen immer „mehr abbeißen, als wir kauen können“, das bedeutet, dass wir uns viel zu oft Ziele setzen, die weit über unseren aktuellen Fähigkeiten und unserem Know How liegen und dann schnell zur Frustration führen, wenn wir keine Fortschritte machen.

Wir hungern uns mit der Kohlsuppen Diät runter, um Gewicht zu verlieren. Wir spicken in Prüfungen um die bessere Note rauszuholen. Wir suchen nach einem schnellen Fix, den einen Hack, dem perfekten Supplement, um uns schnellstmöglich vitaler und gesünder zu fühlen. Man könnte auch sagen, wir suchen viel zu oft die schnelle Abkürzung – den Quicke – zum Ergebnis. Dabei vernachlässigen wir die Tatsache, dass wir damit keine langfristige Veränderung herbeiführen – wir sabotieren uns sogar selbst bei der Erreichung unserer eigenen Ziele.
Diese Fakten, bilden für den Großteil der Menschheit die Realität, aber darum geht es mir heute nicht. Ich möchte dir eine andere Sichtweise vorstellen:
„Bis zum Sommer 10 Kilo abzunehmen, um sexy auszusehen“ ist für den Anfang einfach ein ziemlich beschissenes Ziel. Es gleicht der oben vorgestellten „Ausgaben-Mentalität“, die Menschen pleite und am Boden oder in diesem Fall Übergewichtig hält! Ihre Weltsicht klammert sich an den Glauben: „Wenn ich nur genug von X mache, werde ich letztendlich Y dafür bekommen“. Du kannst das Spiel aber nicht gewinnen, wenn du nach den falschen Regeln spielst! So wie die Tatsache, dass dich zwanzig Jahre harte Arbeit nicht unbedingt reicher machen, werden dich dutzenden Besuche im Fitnessstudio auch nicht unbedingt dünner machen.

Die Zielverfolgung nach der „Ausgaben-Mentalität“ benötigt kontinuierliche und disziplinierte Anstrengung und irgendwie scheint auch nie der Zeitpunkt zu kommen, an dem der „Magic Moment – Klick“ kommt, nachdem alles auf einmal viel angenehmer wird. Irgendwann wird dir die Energie und Willenskraft ausgehen und du fällst wieder in alte Muster und wirst zu der Person, die du schon immer warst – nur das du dich jetzt zusätzlich noch dafür verurteilst – weil du versagt hast, schäm dich. Du hattest wohl einfach nicht genug Selbstdisziplin! Aber soll ich dir ein Geheimnis verraten? Ja? Ok komm näher…noch etwas näher…Näher: Deine Willenskraft ist eine limitierte Ressource, du bist nicht schuld, du folgst nur einer falschen Herangehensweise. Selbstdisziplin ist begrenzt und kann aber trainiert werden wie ein Muskel – nach dem Prinzip „use it or lose it“. Ich musste dir das jetzt ins Ohr flüstern, sonst würde ich ja die ganze Diät- und Supplement Branche vor allen Lesern in den Dreck ziehen, sowas würde ich doch niemals tun…pssst.
Deshalb ist es deutlich cleverer deine Ressourcen, also deine Energie und Willenskraft, in den Aufbau förderlicher Gewohnheiten zu investieren, anstatt nur den spezifischen Endzielen nachzujagen. Genauso, wie du das Geld das du verdienst, für dich arbeiten lassen kannst („Investment-Mentalität“), solltest du auch bestimmte Gewohnheiten für dich arbeiten lassen, die dich voll automatisch, zu der Person Transformieren, die du werden willst.

Eines der Hauptprobleme warum wir uns in der Regel nicht auf Gewohnheiten konzentrieren, ist die Tatsache, dass Ziele in unseren Köpfen einfach viel sexier klingen. In dem Moment, in dem wir an sie denken, fühlen wir uns unglaublich motiviert. Sie zeigen dir ein klares Bild, samt Ergebnis, das in deinem Kopf in voller Pracht erstrahlen kann – das ist es, was uns begeistert und antreibt.

Gewohnheiten dagegen klingen im ersten Moment alles andere als sexy. Sie müssen langfristig umgesetzt und immer wieder wiederholt werden. Klingt Mega langweilig oder? Außerdem gibt es kein klares Bild das einen begeistert, dass man sich gerne vorstellt und aus dem man Energie ziehen kann. Die Inspiration bleibt einfach aus, wenn man sich als Anfänger vorstellt „für ein Jahr jeden zweiten Tag ins Gym gehen zu müssen“ oder „nur am Wochenende Alkohol zu trinken“. Ich denke du verstehst worauf ich hinaus möchte. Du liegst sicher auch nicht jeden Morgen in deinem Bett und fantasierst von Zahnseide.

Wir sehen unsere Ziele meist durch die „Ausgaben-Mentalität“, sie sind ein einmaliges Angebot, ein Schnäppchen, schnell rein und wieder raus – „ich gebe eine bestimmte Menge an Energie-X aus, um meine gewünschte Belohnung-Y zu bekommen“. Gewohnheiten dagegen, entstehen durch die Investment Denkweise. Sie erfordern, dass man seine Energie eine Weile investiert. Die resultierenden Erfolge mitnimmt und dann in größere Anstrengungen reinvestiert, um damit, noch bessere Gewohnheiten aufzubauen.
Diese Mechanik ist der wahre Grund, warum soooo viele Menschen zwar Abnehmen, aber kurz darauf dem populären Jo-Jo-Effekt zum Opfer fallen und danach meist mehr auf die Waage bringen als zuvor. Sie konzentrieren sich nur auf das Ziel, der Benefit steht im Vordergrund und anstatt sich auf die dem Ziel „zugrunde liegenden Gewohnheiten“ zu konzentrieren und diese nachhaltig aufzubauen (fast so als würdest du dein System einem Update unterziehen!). Verballern sie ihre Willenskraft mit radikalen Methoden, die fast schon unter die Kategorie „Selbstgeißelung“ fallen könnten, erinnert euch an die Kohlsuppen Diät – da kann so manch eine mittelalterliche Foltermethoden einpacken.
Sobald ihre Willenskraft dann zur Neige geht und das tut sie früher oder später immer, kehren sie zu ihrem ursprünglichen Selbstbild zurück und Leben weiter als hätte es den Versuch niemals gegeben!

Exkurs – Ziele geben den Menschen einen Sinn: Die Gefahr eines Rückfalls besteht auch dann, wenn das gesteckte Ziel erfolgreich mit der „Ausgaben-Mentalität“ erreicht wurde. Ziele geben Sinn und wenn dieser Sinn erfüllt ist, gibt es keinen Grund mehr die benötigte Willenskraft weiterhin aufzubringen, um das Endergebnis langfristig am Leben erhalten zu können.
Deshalb sind Gewohnheiten ein komplett anderes Game, mit anderen Regeln! Da die Ziellinie nie wirklich erreicht wird. Gewohnheiten zeichnen sich vor allem, durch tägliche, oder wöchentliche Wiederholungen aus. Ab einem gewissen Punkt springt das Muskelgedächtnis und die Neuroplastizität des Gehirns an und die gewünschten Aktionen laufen von nun an auf Autopilot und man führt sie ohne große Anstrengung weiterhin aus.

Spornt man sich lediglich mit dem Endziel an, wird der Gang zum Fitnessstudio von Tag zu Tag anstrengender. Gewohnheiten dagegen, sorgen dafür, dass es nach einer Weile schwieriger ist NICHT mehr trainieren zu gehen. Deshalb – entscheide dich und sei clever. Tappe nicht in die Falle, in die ich selbst schon viele Male getreten bin. Fokussiere deine Disziplin auf den Aufbau, der „zugrundeliegenden Gewohnheiten“, dann erreichst du deine Veränderung ganz einfach – als Nebenwirkung. Natürlich sollst du weiterhin Ziele haben, an die du denkst und die dich begeistern. Behalte sie immer im Blick! Aber werde zu deinem eigenen Investor – entscheide in welche Gewohnheiten du deine Energie investierst und lass sie dann für dich und deine Ziele arbeiten – Boss Mode! Jeder kann das, auch DU! Welche zugrundeliegenden Gewohnheiten stecken hinter deinen Zielen, erzähl uns davon? Wir im Core Sportclub, stehen dir als deine persönlichen Investment-Berater jederzeit gerne zur Verfügung. Wenn dir mein Beitrag gefallen hat und du jetzt noch mehr über den nachhaltigen Aufbau eines Gewohnheitsfonds erfahren möchtest, dann lass es mich unbedingt wissen! Dann erstelle ich dir über die nächsten Wochen eine kleine Schritt für Schritt Artikel-Serie dazu! Ich freu mich von dir zu hören. In der Zwischenzeit, bleib in Bewegung, bleib gesund und lass die armen Schildkröten in Ruhe!
Bis nächste Woche!
Kris